Welches CMS ist das richtige?


Von Felix Gradinaru am 15. July 2017

Die Frage nach dem Richtigen Content Management System (CMS) ist grundsätzlich keine leichte. Gut, wenn du schon mal die Entscheidung getroffen hast diese Entscheidung an eine Agentur auszulagern. So ganz wirst du aber dieser Fragestellung trotzdem nicht entkommen.

Zuerst möchte ich dir erklären mit welchen Systemen wir in der Agentur arbeiten. Das ist hauptsächlich Neos und für manche Projekte WordPress. Für Shops setzen wir Gambio ein, für spezielle Anforderungen auch selbst-entwickelte Lösungen. Ich werde heute aber vor allem auf die ersten zwei eingehen.

Was ist Neos?

Aus dem Projekt Typo3 ist in den letzten Jahren eine Gruppe von Entwicklern hervorgegangen, die sich gänzlich von diesem verabschieden wollte und einen völlig neuen Programmcode entwickeln wollte. Typo3 schleppt immerhin auch in der neuesten Version noch viel Altlasten mit sich herum und hat es in einigen Bereichen noch immer nicht geschafft den heutigen Anforderungen gerecht zu werden. Dort wo es jedoch bereits eingesetzt wird, wird es auch noch lange im Einsatz bleiben.

In Neos findet man noch einige Elemente, die an das Typo3 erinnern. So das TypoScript2, das mittlerweile in Fusion umgetauft wurde oder auch die Fluid Template Engine. Ein merkbarer Unterschied zu Typo3 ist jedenfalls das Backend, das dem Benutzer die Möglichkeit gibt Inhalte “inline” zu bearbeiten und Inhaltsblöcke mit Drag & Drop zu verschieben.

Von der technischen Seite aus gesehen gibt es vor allem für uns Agenturen Vorteile, da die Programmlogik um einiges sauberer und strikter als bei Typo3 ist. Für dich als Kunde kann das den Vorteil haben, dass du mit einem Neos-Projekt von Agentur A auch später zu Agentur B wechseln kannst, und diese dank der strengen Richtlinien nicht lange brauchen werden, um sich im Code zurechtzufinden.



Was ist WordPress?

WordPress ist mittlerweile das am weitesten verbreitete CMS der Welt mit mehr als 30%. Angefangen hat vor Jahren alles mit einem kleinen aber feinen Blog-System, in dem man Artikel und Seiten erstellen konnte. Und grundlegend hat sich bis heute nichts geändert, daher ist es besonders für Webseiten mit redaktionellem Schwerpunkt ein gutes System.

Für Webseiten, die weniger auf Blog-Beiträgen basieren, sondern bei denen die Bearbeitung und Gestaltung der Inhaltsseiten auf “Block-Basis” im Vordergrund steht, ist trotz vieler Zusatz-Plugins von Drittherstellern das CMS eher ungeeignet.

Zwar finden viele Agenturen immer wieder Lösungen diese Problemstellung mit WordPress zu bedienen, doch diese Lösungen sind teilweise sehr kreativ – und nicht immer benutzerfreundlich. Gerade den Vorteil von Neos, dass die technische Umsetzung sehr strikt ist, hat man hier nicht. Wechselt man mit einer bestehenden WordPress-Lösung zu einer neuen Agentur wird man entweder sehr viel Geld bezahlen müssen, bis sich diese die Umsetzung angesehen hat, oder das Projekt wird einfach gar nicht übernommen.

Was soll ich verwenden?

Das solltest du nach diesem Artikel dir nun selber auch beantworten können. In den meisten Fällen würden wir aber zum Einsatz von Neos raten. Wenn du dir aber noch nicht sicher bist, dann komm zu uns zu einer Erstberatung. Die kostet dich natürlich nichts!